Der Kranich

Seit Menschengedenken wird der Kranich verehrt. Wenn die Menschen aus verschiedensten Ländern an den Kranich denken, dann denken sie zugleich an Tugenden wie Mut, Liebe, Treue und Klugheit.

„Warum ist das so?“, werdet Ihr vielleicht fragen.
Der Kranich zwischen 1,20 und 1,30 Meter groß, lebt in Gruppen und ist ein Zugvogel, der sich im Herbst immer in den Süden aufmacht, um in einem warmen Land zu überleben.
Ab seinem zweiten Lebensjahr lernt er seinen Partner (oder seine Partnerin) kennen, an dessen (oder deren) Seite er dann sein Leben lang zusammen verbringt. Der Kranich ist also ein treues Tier – was in der Tierwelt nicht selbstverständlich ist.

Das Kranichliebespaar kehrt immer wieder an seinen Brutplatz zurück und bekommt jedes Jahr ein bis zwei Kranichkinder, um die es sich liebevoll kümmert. Wenn ihre Kinder im Nest von einem Adler angegriffen werden, dann stoßen die Eltern weithin hörbare Warnrufe aus, und die anderen Kraniche eilen zu Hilfe, stellen sich um das Nest und halten ihre speerspitzen Schnäbel dem Feind entgegen. Die Kraniche sind also auch mutige Tiere und wissen ihre Liebsten raffiniert und klug zu verteidigen.

Damit aber noch nicht genug. Der Kranich ist zudem ein Künstler, denn er kann tanzen und singen. Mit seiner Stimme äußert er sich auf verschiedenste Art und Weise, und mit seinem Körper kann er einen Tanz aufführen, der viel über sein Wohlbefinden und über seine Zusammensein mit den anderen Kranichen erzählt. Kein Wunder, dass Dichter über diesen besonderen Vogel immer wieder schreiben, Märchen immer wieder von ihm erzählen und Maler ihn immer wieder porträtieren. Und das bis heute.

Kranichflug im Konzerthaus Berlin


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